Yamaha TT-400 aufrüsten oder ersetzen? (Hauptthema)
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Wu
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#26
24.04.2009, 23:22

Es ist der manuelle Kunststoff-Marantz und er heißt wirklich TT-400. Der tatsächlich recht solide Tonarm passt nicht recht zum eher billigen Äußeren des Drehers. Leider hatte ich mich vor dem Ersteigern nicht ordentlich informiert, auf dem Bild sah er ganz ordentlich aus, die tatsächliche Anmutung ist aber nicht so toll. War zum Glück nicht so teuer und geht wohl bald wieder in den Verkauf... Wink
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Olaf
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Hörbert
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#27
25.04.2009, 00:16

Hallo!

Aus dem kleinen Marantz läßt sich sehr wohl was machen,Rolleyes er ist nicht schlechter als die üblichen zeitgenössischen Einsteigergeräte, ursprünglich wurde es mit einem OMB-10 ausgeliefert, damit klingt er schon recht ordentlich, aufgebrezelt mit einer Ortofon NADEL-20 oder gar NADEL-30 geht er schon ganz gut ab. Wenn dich die Haptik nicht allzusehr stört spricht eigentlich nix gegen eine zeitweise Verwendung bis sich mal eine günstige Gelegenheit ergibt sich etwas deutlich besseres zuzulegen.Rolleyes

MFG Günther
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Lion13
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#28
01.05.2009, 10:00

Darf ich als absoluter Newbie im Analog-Bereich noch ein paar Fragen loswerden zur Aufrüstung meines TT-400: Blush

- Ich habe nach langem Suchen nun die BDA gefunden; leider verschweigt diese sowohl die Art des Antriebsriemens als auch die Länge desselben. In den von Torsten weiter oben genannten Shops wird u.a. geschrieben, daß Breite und Dicke der meisten Universalriemen keine wesentliche Rolle spielen. Es gibt aber z.B. Flach-, Rund- und Kantriemen... Huh

Update: Habe jetzt auf den von Torsten genannten Seiten ein bissel nachgeschaut - Messung der Riemen-Lauffläche reicht ja als Info aus; verbaut ist ein Flachriemen.

- Laut der BDA des TT-400 muß beim Einbau das System mit einer Einstelllehre ausgerichtet werden; leider ist dieses Zubehörteil irgendwo entschwunden... Könnte das Probleme geben?

- Wie war das mit dem Tropfen Öl für das Tellerlager? Gibt es da spezielle Öle für? (Salatöl ist sicher nicht geeignet... Wink)

Die Fragen mögen euch merkwürdig vorkommen, aber noch bin ich dem Thema nicht so richtig drin... Angel
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piccohunter
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#29
01.05.2009, 11:58

Das System kannst du auch mit einer Einstellschablone einstellen... Link hab ich grad nicht zur Hand, folgt später Wink
Du kannst auch grob den Abstand der alten Nadel zu einem (besser zwei) leicht zu merkenden Bezugspunkten am Headshell messen, und das neue System so ausgerichtet montieren, das sich die Nadelspitze des neuen Systems an derselben Stelle befindet. (High-Ender werden mich für diesen Tipp erschlagen Tongue , in der Praxis ist dies grad bei Systemen in der Normalsterblichen-Preisklasse vollkommen ausreichend genau Trink )

Es stellt sich nur die Frage, ob ein Systemtausch überhaupt notwendig ist, oder ob nicht ein simpler Nadeltausch vollkommen ausreichend ist. Kannst Du angeben, was für ein System verbaut ist?

Öl fürs Tellerlager: Hier tut es ein Tropfen Nähmaschinenöl oder Silikonöl. Länger halten wird ein teflonhaltiges Schmiermittel, z.B. aus dem Modellbau (z.B. Robbe Präzisionsfett Nr. 5532, das eignet sich auch gut für das Führungsgestänge von CD- und DVD-Laufwerken).

Prost
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Lion13
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#30
01.05.2009, 12:06

(01.05.2009, 11:58)piccohunter schrieb: Es stellt sich nur die Frage, ob ein Systemtausch überhaupt notwendig ist, oder ob nicht ein simpler Nadeltausch vollkommen ausreichend ist. Kannst Du angeben, was für ein System verbaut ist?

Moin Torsten!

Verbaut ist laut BDA ein "CG-7700 MM" (Auflagekraft: 2.0 g, Gewicht: 5.0 g).

Ich tendiere aber schon nach einem der von dir bzw. Hörbert empfohlenen Systeme - kein Highend, aber so in der Richtung "Ortofon VinylMaster Red" wird es wohl werden.

Danke für die restlichen Infos! Prost
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Hörbert
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#31
01.05.2009, 12:58

Hallo!

Eine Schablone und eine bebilderte Anleitung zur Justage findest du hier: http://www.vono.ch/akustik/ersteHilfe/pl...index.html

Zur Schmierung der Tellerachse kannst du auch ein Motorenöl verwenden, 10 W 40 hat sich bei mir bestens bewährt.

piccohunter´s Tipp den Nadelspitzenabstand zu messen würde ich bei der Justage auf jeden Fall als erste Maßnahme empfehlen, damit hast du scxhon grob den Überhang justiert.

Das System ist wohl ein Yamaha CG7700, das hat ungefähr die Klangqualität eines Audio Technica AT-95E oder eines Ortofon OMB-5. Das sind beide absolute Einsteigersysteme und halten einem Vergleich mit einem VM-red nicht stand.

Da ca. 70-75% der gesamtqualität eines Plattenspielers vom verbauten Tonabnehmer abhängt kannst du hier am einfachsten ansetzen um die Qualität auf ein HiFi-Gerechtes Niveau zu bringen ohne jetzt gleich in Hig-Endige Sphären abzudriften. Für etwa 90% aller Anwender ist ein System wie das VM-red m.E. ausreichend. Klar geht es immer besser, aber diese Qualitätssteigerung will zum einem bezahlt werden und lohnt sich zum anderem erst wenn das analoge Hobby ohnehin schon einen recht breiten Raum im Freizeitleben einnimmt.

MFG Günther
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Lion13
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#32
01.05.2009, 21:05

@Hörbert und Torsten:

Danke noch mal für eure ausführlichen Infos - und die Geduld mit mir... Smile Ihr habt mir sehr geholfen!

Ich habe heute nachmittag ein VM-Red sowie einen passenden neuen Antriebsriemen bestellt. Und dank des Links zu der Anleitung denke ich, daß ich mit dem Zusammenbau zurechtkomme.
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Lion13
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#33
05.05.2009, 10:38

Hallo nochmal!

Eine Frage habe ich noch: Auf vielen (Hersteller-/Händler-)Seiten wird im Zusammenhang mit Plattenspielern immer wieder auf die Notwendigkeit von speziellen Phono-Kabeln zum Verbinden des Drehers mit dem Amp bzw. dem Receiver hingewiesen.

Tangiert das nun schon den Bereich "Voodoo", oder ist da wirklich etwas dran? Wenn ich mir die Preise so anschaue - da bekommt man ja schon ein ordentliches neues System für... Huh
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Wu
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#34
05.05.2009, 21:40

Hier gibt es tatsächlich einen Nicht-Voodoo-Effekt, der mit der Eingangskapazität vieler (moderner) Verstärker zusammenhängt: Diese Kapazität ist deutlich zu hoch, was wohl mit Vorschriften der Störunterdrückung in der EU zusammenhängt. Je nach Tonabnehmer kann dies zu einem ungünstigen Frequenzverlauf führen (siehe z.B. http://www.hifi-forum.de/viewthread-26-4675.html ), der durch ein Kabel mit hoher Kapazität noch gefördert wird (siehe auch http://www.hifi-forum.de/viewthread-26-5103.html ).
Gruß
Olaf
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(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 05.05.2009, 21:42 von Wu.)
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piccohunter
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#35
06.05.2009, 08:25

Wobei meine Erfahrung zeigt, das die Plattenspieler-Hersteller schon genau wussten, was sie taten. Ich habe noch kein standardmäßig verbautes Kabel an einem Plattenspieler gehabt, das sich negativ bemerkbar machte. Sprich: die von den renomierten Herstellern (und Yamaha zähle ich definitiv dazu) verbauten Kabel sind durchaus geeignet und müssen meiner Meinung nach nicht ausgetauscht werden.
Nur bei Plattenspielern ohne fest montiertes Cinch-Kabel sollte man auf ein geeignetes Kabel achten, aber auch da muss man kein Vermögen ausgeben, auch dort bekommt man in der 10 €-Klasse durchaus passende Kabel.
Bei den meisten Spielern ist das Cinch-Kabel aber geräteseitig eh fest verbunden.

Allgemein sollte man noch sagen, das aus den von Wu genannten Gründen das Kabel zwischen Plattenspieler und Phono-Vorverstärker (oder Phono-Eingang) möglichst kurz gehalten werden sollte, sprich die Originallänge beibehalten und nicht verlängern. Die Kabelstrecke zwischen Phono-Vorverstärker und normalem Verstärkereingang ist dann nicht mehr so kritisch, hier gilt das gleiche wie bei jedem anderen Hochpegel-Signal.
Gruß, Torsten

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Hörbert
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#36
06.05.2009, 18:35

Hallo!

In der Tat sind alle als Phono-Kabel verbaute Strippen Japanischer Plattenspieler die mir bis dato untergekommen sind recht Kapazitätsarm. Den Vogel schoß das Originalkabel des Technics SL-1300 ab, -es hatte auf den Meter 37 Pikofarad-, nicht Phono-Strippen haben auf den Meter schon mal 150-270 Pikofarad. Ungeachtet der Optischen Anmutung sollte man die Original-Strippen nur ersetzen wenn es gar nicht anders geht.

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Lion13
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#37
06.05.2009, 21:15

Bei dem TT-400 sind die Cinch-Kabel allerdings nicht fest verdrahtet, sondern austauschbar. Und ich kann mich nicht erinnern, daß ich die damals dem Player beiliegenden Kabel immer noch verwende... Der Player war ja ein paar Jahre eingemottet.

Im Moment habe ich wohl ein ganz stinknormales Stereo-Cinch-Kabel in Verwendung... Huh
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piccohunter
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#38
06.05.2009, 21:22

Meine ganz persönliche Meinung: Reicht vollkommen, sofern es nicht viel länger als ca. 1,5m ist... und du keine negativen Auswirkungen hörst. Spar das Geld. Prost
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(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 06.05.2009, 21:23 von piccohunter.)
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Lion13
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#39
06.05.2009, 21:24

Jetzt wo das neue Rack endlich da ist, wird's nur ein Meter lang sein - jetzt sind's zwei, und ich habe eigentlich keinerlei Probleme festgestellt... Smile

Der neue Antriebsriemen und das VM-Red sind übrigens auch heute geliefert worden! *freuhüpf*
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piccohunter
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#40
06.05.2009, 21:29

(06.05.2009, 21:24)Lion13 schrieb: Jetzt wo das neue Rack endlich da ist, wird's nur ein Meter lang sein - jetzt sind's zwei, und ich habe eigentlich keinerlei Probleme festgestellt... Smile

Der neue Antriebsriemen und das VM-Red sind übrigens auch heute geliefert worden! *freuhüpf*

Wenn ich keine Probleme feststelle und alles zu meiner Zufriedenheit funktioniert, würde ich mir auch keine Gedanken über Änderungen machen, auch wenn andere (und auch Händler) mir was anderes erzählen wollen.

Na, dann hast Du jetzt ja genug Stoff zum Basteln! Und vergesse den Bericht nicht, wenn Du fertig bist... Prost
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Hörbert
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#41
06.05.2009, 22:32

Hallo!

Notfalls kannst du (falls vorhanden) von einer Testplatte einen Sweep 20 Hz-20 KHz abspielen und mit dem Rechner aufnehmen. Sollte es mit dem VM-red Probleme mit dem Frequenzgang im hörbaren Bereich geben. In der Regel dürfte das allerdings nicht der Fall sein, die Ortofon Magnetsysteme sind recht Kapazitätsunempfindlich, -nicht umsonst empfehle ich sie ständig-.Rolleyes

Na, mal gespant wie das System dir gefällt.Rolleyes

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Wu
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#42
06.05.2009, 22:47

Das VMRed ist schon klasse, habe ich auch lange benutzt. Noch besser (höre viel Klassik auf LP) gefällt mir aber inzwischen das HighOutput-MC DL160 von Denon. Dies ist aus meiner Sicht noch etwas sauberer und weniger "zischelig" - und bleibt auch bei "abgenüdelten" Scheiben am Ende der Rille verzerrungsfreier. Dreher waren dabei ein Thorens TD166MK2 und ein TD318. Bei Rock/Pop mag der eine oder andere das DL160 aber als etwas "dünner" empfinden, da hat das VMRed mehr "Antritt".
Gruß
Olaf
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Lion13
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#43
06.05.2009, 22:49

Werde natürlich berichten - meine Plattensammlung besteht im übrigen zu 80 Prozent aus Rock- und Metal-Scheiben, so gut wie keine Klassik; ein paar ruhigere Sachen sind natürlich auch dabei.

Bin schon sehr gespannt! Smile
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Lion13
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#44
11.05.2009, 17:28

So, habe heute den neuen Antriebsriemen und das VM-Red verbaut - und ich muß sagen, die Investition hat sich mehr als gelohnt!

Gegenüber dem Original-System (Yamaha CG7700) eine deutlich Verbesserung sowohl bei Dynamik, Auflösung und Transparenz; im Vergleichssystem war bei leichteren Tonarmen vom kleinen Nachteil des etwas schwächeren Tieftonbereichs die Rede - das kann ich eigentlich nicht bestätigen. Mein Tonarm hat ein Gewicht von 9,5 g, und ich kann mich absolut nicht über den Tieftonbereich beschweren...

Ich muß natürlich sagen, daß ich keine Vergleichsmöglichkeit zu anderen Systemen oder gar anderen höherwertigen Drehern habe - aber im direkten Vergleich zum Originalsystem bin ich mehr als zufrieden! Hail

Ich danke allen Beteiligten noch einmal für ihre wertvollen Tipps und Hilfen! Prost
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Hörbert
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#45
11.05.2009, 18:02

Hallo!

Smile Na, dann istr ja alles bestens,Smile

Den etwas zurückhaltenden Tieftonbereich habe wahrscheinlich ich zur Sprache gebracht, aber ich bin da ab und an eventuell etwas zu kritisch, zudem hängt es in der Tat sehr vom Tonarm und auch ein wenig vom verbauten Entzerrer sowie von den verwendeten Lautsprechern ab.

Jedenfalls ist das VM-red m.E. eines der besten Rock-/Pop-Systeme in seiner Preisklasse, da besteht für mich keinerlei Zweifel. Ich freue mich daß es dir gut gefällt.

MFG Günther
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