Hallo!
Das sind interessante Aspekte und ich meine, irgendwie habt Ihr beide Recht; weder sind wissenschaftliche Untersuchungen von der Hand zu weisen, noch müssen sie in der Praxis Bestätigung finden.
In meinem Bekannten/Freundeskreis gibt es zwei "krasse" Fälle, die nirgendwo reinpassen: beide Typen haben höheres Bildungsniveau ("Studierte"

) und beide sind ausgesprochene Banausen (das ist keineswegs beleidigend gemeint, denn sie geben es selbst zu).
Auf die Frage nach dem bevorzugten Musikstil kommt einfach nix und beim Blick auf die CD-"Sammlungen" öffnen sich Abgründe....
Bitte nicht falsch verstehen, beide sind grundsätzlich durchaus an Musik interessiert, kaufen sich aber hauptsächlich "seichte Banalitäten", die sie vielleicht einmal anhören und anschliessend verstauben lassen.
So was gibt es also auch und wenn ich mich erinnere, wie ich selbst schon in jungen Jahren vom Mainstream auf den Jazz-Trip gekommen bin, kann ich durchaus sagen: ein ungewöhnlicher Weg, denn mein erster CD-Player ist schuld daran!

Als ich sein stolzer Besitzer wurde, kam gleich der Gedanke: "jetzt kannst Du es auch mit Klassik versuchen, denn jetzt knistert in piano-Passagen wenigstens nichts mehr".
Und so gings los. OK, mit Klassik bin ich nicht so warm geworden, daß es für den großen Einstieg gereicht hätte, sehr wohl aber mit Jazz, was bis heute anhält.
Es gibt also viele unterschiedliche Faktoren, die den Musikgeschmack prägen. Ich höre Jazz, obwohl ich mit Sicherheit nicht intelligenter bin, als die beiden erwähnten "Banausen".