12.07.2009, 12:46
Hallo zusammen 
Wie versprochen hier nun der Baubericht meiner Hornicons. Ich habe diesmal bewusst auf aufwändige Werkzeugausrüstung verzichtet und (fast) mit dem Minimum gebaut, was möglich ist. Hintergedanke ist, zu zeigen, dass auch ohne grossen Werkzeugpark ein Lautsprecherbau zu bewerkstelligen ist. Vielleicht ein kleiner Ansporn für Einsteiger in den Lautsprecherselbstbau
.
Den Bausatz für das Hornicon gibt es bei Spectrumaudio. Er enthält alle benötigten Teile bis auf das Holz.
Die benötigten Platten habe ich mir im Baumarkt zuschneiden lassen. Der Zuschnitt ist mit Toleranzen um 1mm gut. Das lose zusammenstellen des Gehäuses bestätigte das. Je besser der Zuschnitt, umso geringer die späteren Schleifarbeiten, um Überstände zu glätten.
![[Bild: 2oq9cjvp.jpg]](http://s2.directupload.net/images/090710/2oq9cjvp.jpg)
Ich war noch nie ein Freund von nacktem verleimen. Es funktioniert zwar, aber die Stosskanten setzen sich nach dem Lackieren des Gehäuses mit der Zeit ab. Dem kann man entgegenwirken, wenn man mit Flachdübeln (auch Lamello genannt) arbeitet. Eine passende Fräse habe ich im Baumarkt für 30€ erstanden. 50 Dübel kosten ca. 4€.
Auf dem folgenden Bild kann man gut die eingesetzten Flachdübel erkennen. Auch sieht man, dass ich mit dem Verleimen von Rückwand und Boden begonnen habe.
![[Bild: mjyvpcgl.jpg]](http://s2b.directupload.net/images/090710/mjyvpcgl.jpg)
Während der Leim anzieht, habe ich mit der Stichsäge die Öffnung für das Chassis ausgesägt.
![[Bild: vc6pkgp9.jpg]](http://s1b.directupload.net/images/090710/vc6pkgp9.jpg)
Der fertige Ausschnitt
![[Bild: oah6vr2f.jpg]](http://s6b.directupload.net/images/090710/oah6vr2f.jpg)
Wenn das Mass stimmt, passt auch das Chassis sauber rein
![[Bild: n4e5mwuc.jpg]](http://s7b.directupload.net/images/090710/n4e5mwuc.jpg)
Nachdem Rückwand, Boden und Schallwand abgebunden haben, kann die erste Seitenwand verleimt werden. Wenn nicht genügend Schraubzwingen vorhanden sind, hilft alles, was Gewicht bringt
![[Bild: huwgj3qa.jpg]](http://s4b.directupload.net/images/090710/huwgj3qa.jpg)
Während die Seitenwand abbindet, habe ich das Loch für die Absorberkammer (Teil 3) gebohrt.
![[Bild: njy894dw.jpg]](http://s3.directupload.net/images/090710/njy894dw.jpg)
Ich habe dafür einen Kegelbohrer genommen. Eine Lochsäge geht auch.
![[Bild: 8hyfize3.jpg]](http://s3b.directupload.net/images/090710/8hyfize3.jpg)
Wenn die Seitenwand abgebunden hat, wird das Gehäuse umgedreht. Als nächstes wird Teil 2 (das kleine Brett oben) eingeleimt. Danach wird der Innenteiler (Teil 4) OHNE LEIM in’s Gehäuse gestellt und ausgerichtet. Wenn alles passt, wird der Plattenumriss innen auf der Seitenwand angezeichnet.
![[Bild: zyg8txud.jpg]](http://s6b.directupload.net/images/090711/zyg8txud.jpg)
![[Bild: 8z6z68hi.jpg]](http://s7.directupload.net/images/090711/8z6z68hi.jpg)
Dann kann der Teiler eingeleimt werden. Da Baumärkte keine Gehrungen zuschneiden, muss der Spalt, der oben entsteht, gefüllt werden. Ich habe dazu Karosseriedichtmasse genommen. Pattex Montagekleber für saugende Untergründe geht auch prima. Oder halt Leim ohne Ende. Hauptsache dicht.
![[Bild: 39qnah5b.jpg]](http://s4b.directupload.net/images/090711/39qnah5b.jpg)
Danach den Teiler für die Absorberkammer (Teil 3, das mit dem Loch) einleimen. Hier die Variante mit viel Leim.
![[Bild: xjbznaxp.jpg]](http://s8b.directupload.net/images/090711/xjbznaxp.jpg)
Jetzt noch die Umlenkungen im Hornverlauf. Diese habe ich in 10mm MDF zuschneiden lassen. Dann geht es, in Verbindung mit Karosseriedicht oder Montagekleber, auch ohne Gehrungen.
![[Bild: hhghamq2.jpg]](http://s5.directupload.net/images/090711/hhghamq2.jpg)
Damit ist der Innenaufbau des Hornicon fertig. Für beide Gehäuse habe ich (mit Pausen) ca. 5 Stunden gebraucht.
![[Bild: zrifhhdk.jpg]](http://s7b.directupload.net/images/090711/zrifhhdk.jpg)
Nachdem der Leim vollständig abgebunden hat, werden alle Überstände glattgeschmirgelt, bis die fehlende Seitenwand plan aufliegt. Ein Schleifklotz mit 80er Schmirgelpapier tut hier gute Dienste. Wenn man mit Flachdübeln arbeitet, ist jetzt der Moment, um die Fräsungen zu setzen. Jetzt das Gehäuse von Dreck und Staub befreien, dann kann die Bedämpfung in’s Gehäuse.
![[Bild: me4w9gdy.jpg]](http://s1.directupload.net/images/090712/me4w9gdy.jpg)
Ich muss, zu meiner Schande, gestehen, dass ich vergessen habe, Bilder von der Bedämpfung des Gehäuses zu machen. Es sollte aber auch ohne bebilderter Anleitung klappen. Die genauen Masse der Dämmplatten sind im Bauplan angegeben und die Positionen sind gut zu erkennen. Das Sonofill dient zum Füllen der Absorberkammer. Mit dem Noppenschaumstoff werden die Platte hinter dem Chassis und die Rückwand verkleidet. Zum Festkleben habe ich Styropor-Universalkleber für Deckenplatten aus dem Baumarkt verwendet. Einfach flächig auftragen und Noppenschaumstoff drauf – fertig. Dann noch das Kabel in’s Gehäuse und Seitenwand drauf. Funktioniert genauso, wie beim ersten mal. Alles, was schwer ist, hilft. Wenn’s fertig ist, sieht es dann so aus:
![[Bild: odtnxg76.jpg]](http://s3b.directupload.net/images/090712/odtnxg76.jpg)
Das Gehäuse in dekorativem MDF-Roh mit Ecken, Kanten und Überständen. Auch mir ist die Ungeduld immer noch eigen. Wenn das Gehäuse im Rohbau fertig ist, muss alles rein, um zu hören.
Ein Blick von oben in den Hornmund. Hier kann man ein wenig von der Bedämpfung sehen.
![[Bild: xzidmaqm.jpg]](http://s3b.directupload.net/images/090712/xzidmaqm.jpg)
Der erste Hörtest verlief positiv. Beide Chassis sind in Ordnung und spielen sauber. Sie machen ausreichend Bass und ungewöhnlich viel Höhen. Macht Lust auf mehr. Ein ausgiebiger Hörbericht folgt nächste Woche.
![[Bild: 2ugw4ous.jpg]](http://s8.directupload.net/images/090712/2ugw4ous.jpg)
Bis dahin Gruss
Olli

Wie versprochen hier nun der Baubericht meiner Hornicons. Ich habe diesmal bewusst auf aufwändige Werkzeugausrüstung verzichtet und (fast) mit dem Minimum gebaut, was möglich ist. Hintergedanke ist, zu zeigen, dass auch ohne grossen Werkzeugpark ein Lautsprecherbau zu bewerkstelligen ist. Vielleicht ein kleiner Ansporn für Einsteiger in den Lautsprecherselbstbau

Den Bausatz für das Hornicon gibt es bei Spectrumaudio. Er enthält alle benötigten Teile bis auf das Holz.
Die benötigten Platten habe ich mir im Baumarkt zuschneiden lassen. Der Zuschnitt ist mit Toleranzen um 1mm gut. Das lose zusammenstellen des Gehäuses bestätigte das. Je besser der Zuschnitt, umso geringer die späteren Schleifarbeiten, um Überstände zu glätten.
![[Bild: n9o2dffn.jpg]](http://s3b.directupload.net/images/090710/n9o2dffn.jpg)
![[Bild: 2oq9cjvp.jpg]](http://s2.directupload.net/images/090710/2oq9cjvp.jpg)
Ich war noch nie ein Freund von nacktem verleimen. Es funktioniert zwar, aber die Stosskanten setzen sich nach dem Lackieren des Gehäuses mit der Zeit ab. Dem kann man entgegenwirken, wenn man mit Flachdübeln (auch Lamello genannt) arbeitet. Eine passende Fräse habe ich im Baumarkt für 30€ erstanden. 50 Dübel kosten ca. 4€.
Auf dem folgenden Bild kann man gut die eingesetzten Flachdübel erkennen. Auch sieht man, dass ich mit dem Verleimen von Rückwand und Boden begonnen habe.
![[Bild: mjyvpcgl.jpg]](http://s2b.directupload.net/images/090710/mjyvpcgl.jpg)
Während der Leim anzieht, habe ich mit der Stichsäge die Öffnung für das Chassis ausgesägt.
![[Bild: vc6pkgp9.jpg]](http://s1b.directupload.net/images/090710/vc6pkgp9.jpg)
Der fertige Ausschnitt
![[Bild: oah6vr2f.jpg]](http://s6b.directupload.net/images/090710/oah6vr2f.jpg)
Wenn das Mass stimmt, passt auch das Chassis sauber rein
![[Bild: n4e5mwuc.jpg]](http://s7b.directupload.net/images/090710/n4e5mwuc.jpg)
Nachdem Rückwand, Boden und Schallwand abgebunden haben, kann die erste Seitenwand verleimt werden. Wenn nicht genügend Schraubzwingen vorhanden sind, hilft alles, was Gewicht bringt
![[Bild: huwgj3qa.jpg]](http://s4b.directupload.net/images/090710/huwgj3qa.jpg)
Während die Seitenwand abbindet, habe ich das Loch für die Absorberkammer (Teil 3) gebohrt.
![[Bild: njy894dw.jpg]](http://s3.directupload.net/images/090710/njy894dw.jpg)
Ich habe dafür einen Kegelbohrer genommen. Eine Lochsäge geht auch.
![[Bild: 8hyfize3.jpg]](http://s3b.directupload.net/images/090710/8hyfize3.jpg)
Wenn die Seitenwand abgebunden hat, wird das Gehäuse umgedreht. Als nächstes wird Teil 2 (das kleine Brett oben) eingeleimt. Danach wird der Innenteiler (Teil 4) OHNE LEIM in’s Gehäuse gestellt und ausgerichtet. Wenn alles passt, wird der Plattenumriss innen auf der Seitenwand angezeichnet.
![[Bild: zyg8txud.jpg]](http://s6b.directupload.net/images/090711/zyg8txud.jpg)
![[Bild: 8z6z68hi.jpg]](http://s7.directupload.net/images/090711/8z6z68hi.jpg)
Dann kann der Teiler eingeleimt werden. Da Baumärkte keine Gehrungen zuschneiden, muss der Spalt, der oben entsteht, gefüllt werden. Ich habe dazu Karosseriedichtmasse genommen. Pattex Montagekleber für saugende Untergründe geht auch prima. Oder halt Leim ohne Ende. Hauptsache dicht.
![[Bild: 39qnah5b.jpg]](http://s4b.directupload.net/images/090711/39qnah5b.jpg)
Danach den Teiler für die Absorberkammer (Teil 3, das mit dem Loch) einleimen. Hier die Variante mit viel Leim.
![[Bild: xjbznaxp.jpg]](http://s8b.directupload.net/images/090711/xjbznaxp.jpg)
Jetzt noch die Umlenkungen im Hornverlauf. Diese habe ich in 10mm MDF zuschneiden lassen. Dann geht es, in Verbindung mit Karosseriedicht oder Montagekleber, auch ohne Gehrungen.
![[Bild: hhghamq2.jpg]](http://s5.directupload.net/images/090711/hhghamq2.jpg)
Damit ist der Innenaufbau des Hornicon fertig. Für beide Gehäuse habe ich (mit Pausen) ca. 5 Stunden gebraucht.
![[Bild: zrifhhdk.jpg]](http://s7b.directupload.net/images/090711/zrifhhdk.jpg)
Nachdem der Leim vollständig abgebunden hat, werden alle Überstände glattgeschmirgelt, bis die fehlende Seitenwand plan aufliegt. Ein Schleifklotz mit 80er Schmirgelpapier tut hier gute Dienste. Wenn man mit Flachdübeln arbeitet, ist jetzt der Moment, um die Fräsungen zu setzen. Jetzt das Gehäuse von Dreck und Staub befreien, dann kann die Bedämpfung in’s Gehäuse.
![[Bild: me4w9gdy.jpg]](http://s1.directupload.net/images/090712/me4w9gdy.jpg)
Ich muss, zu meiner Schande, gestehen, dass ich vergessen habe, Bilder von der Bedämpfung des Gehäuses zu machen. Es sollte aber auch ohne bebilderter Anleitung klappen. Die genauen Masse der Dämmplatten sind im Bauplan angegeben und die Positionen sind gut zu erkennen. Das Sonofill dient zum Füllen der Absorberkammer. Mit dem Noppenschaumstoff werden die Platte hinter dem Chassis und die Rückwand verkleidet. Zum Festkleben habe ich Styropor-Universalkleber für Deckenplatten aus dem Baumarkt verwendet. Einfach flächig auftragen und Noppenschaumstoff drauf – fertig. Dann noch das Kabel in’s Gehäuse und Seitenwand drauf. Funktioniert genauso, wie beim ersten mal. Alles, was schwer ist, hilft. Wenn’s fertig ist, sieht es dann so aus:
![[Bild: 4y7twqww.jpg]](http://s6b.directupload.net/images/090712/4y7twqww.jpg)
![[Bild: odtnxg76.jpg]](http://s3b.directupload.net/images/090712/odtnxg76.jpg)
Das Gehäuse in dekorativem MDF-Roh mit Ecken, Kanten und Überständen. Auch mir ist die Ungeduld immer noch eigen. Wenn das Gehäuse im Rohbau fertig ist, muss alles rein, um zu hören.
Ein Blick von oben in den Hornmund. Hier kann man ein wenig von der Bedämpfung sehen.
![[Bild: xzidmaqm.jpg]](http://s3b.directupload.net/images/090712/xzidmaqm.jpg)
Der erste Hörtest verlief positiv. Beide Chassis sind in Ordnung und spielen sauber. Sie machen ausreichend Bass und ungewöhnlich viel Höhen. Macht Lust auf mehr. Ein ausgiebiger Hörbericht folgt nächste Woche.
![[Bild: 2ugw4ous.jpg]](http://s8.directupload.net/images/090712/2ugw4ous.jpg)
Bis dahin Gruss
Olli