Röhrenlebensdauer KT88
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Dirk S. aus B.
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#1
01.05.2009, 21:51

Moin ihr Lieben Smile
Bin ja nun auch seit kurzem stolzer Besitzer eines Röhrenvollverstärkers, dem Cayin A100T, und hätte diesbezüglich einige Fragen an die "Sachverständigen".
Wie man hört, "lebt" eine Röhre ja nicht ewig! Bei einer "Arbeitszeit" von 2000h/Jahr hochgerechnet, also rund 5,5h/Tag, wie lange könnten die "Lampen" durchhalten, ca? Wie lange hielten Eure Röhren durch?
Und wenn der unangenehme Fall einmal eintritt und eine Röhre geht kaputt, tausche ich nur diese eine defekte Röhre, oder "vorsorglich" dann alle? Was machen die Fachleute in so einem Fall? Sind ja auch nicht billig die Teile, und regelmässig 8 Röhren wechseln erfordert in meinem Fall eine gewisse "Vorlaufzeit" zum Sparen! Big Grin
Bin für jede Anregung dankbar.
mfG Dirk

mfG Dirk
Betörendes Hören bringt Hören mit Röhren!
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 02.05.2009, 10:49 von Dirk S. aus B..)
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hoschibill
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#2
29.05.2009, 14:36

Hi Dirk Smile
Ich hätte da noch 'ne Adresse, wo es im speziellen um Hören mit Röhren geht:

http://www.roehren-und-hoeren.de

Stell da mal Deine Frage. Die müsstens wissen.

Gruss
Olli
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piccohunter
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#3
29.05.2009, 14:45

Wir haben hier doch auch genügend Röhrenprofis wie oldeurope, richi44, rumgucker, gaggi, audiosix, EL156, usw...
Die können hier doch bestimmt auch einmal helfen Wink
Gruß, Torsten

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hoschibill
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#4
29.05.2009, 14:50

Hi Torsten Smile
Das wäre schön, aber offensichlich ist diese Frage zu profan für unsere Profis. Immerhin wartet Dirk schon einen Monat auf eine Antwort.

Gruss
Olli
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piccohunter
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#5
29.05.2009, 14:52

Wahrscheinlich haben sie die Frage nur übersehen. Ich habe sie mal um Hilfe gebeten.
Gruß, Torsten

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oldeurope
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#6
29.05.2009, 15:50

(29.05.2009, 14:52)piccohunter schrieb: Wahrscheinlich haben sie die Frage nur übersehen. Ich habe sie mal um Hilfe gebeten.

Ich kann Dir nicht sagen, wie lange eine Röhre in Deinem amp lebt.
Daher kann ich hier nicht wirklich helfen, deshalb habe ich auch nicht geantwortet.
Normal sollten die Röhren an Altersschwäche sterben und nicht plötzlich und unerwartet. So etwas deutet auf einen Fehler hin wie z.B. Überlastung.
Was Du machen kannst ist sporadisch die Stromaufnahme aus dem Lichtnetz, ohne Signal, zu kontrollieren. Es gibt ja solche "Messgeräte" zur "Stromverbrauchsmessung" zu kaufen. Wichtig, immer das gleiche "Messgerät" verwenden am besten nachdem ein Techniker den amp als ok deklariert hat.
Ich habe hier ein Röhrenmessgerät (Funke We20) zum Röhrenprüfen, falls Du im Raum SG wohnst.

Gruß Darius
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oldeurope
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#7
30.05.2009, 12:16

(29.05.2009, 14:36)hoschibill schrieb: Hi Dirk Smile
Ich hätte da noch 'ne Adresse, wo es im speziellen um Hören mit Röhren geht:

http://www.roehren-und-hoeren.de

Stell da mal Deine Frage. Die müsstens wissen.

Gruss
Olli

Hi Olli,
da bin ich geflogen weil ich den "Edeluser" dort nach einer Schaltung zu dem dort sehr ausgiebig diskutierten RIAA Pre "gefragt" habe. Big Grin
Ist das ein Fanclub da? Wink

LG Darius
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hoschibill
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#8
01.06.2009, 13:11

Hi Darius Smile
Ich hab' keine Ahnung. Aber ich dachte, wenn ich ein wenig Grundlagenwissen erlernen will, bin ich da nicht so verkehrt Wink. Habe auch erst 3 Postings geschrieben.

Gruss
Olli
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(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 01.06.2009, 13:12 von hoschibill.)
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oldeurope
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#9
01.06.2009, 15:24

(01.06.2009, 13:11)hoschibill schrieb: Hi Darius :)
Ich hab' keine Ahnung. Aber ich dachte, wenn ich ein wenig Grundlagenwissen erlernen will, bin ich da nicht so verkehrt ;). Habe auch erst 3 Postings geschrieben.

Gruss
Olli

Ist auch völlig in Ordnung.

Du triffst überall die gleichen "Edeluser". Sie werden je nach Forum mehr oder weiniger hofiert. Entsprechend stark bringen sie sich dann im Forum ein.

Hier mal etwas Lustiges zur RIAA2001
http://www.roehren-und-hoeren.de/phpBB/v...sc&start=0
Habe einfach ironisch mal einige der schwachsinnigen Gegenargumente die man von "Edelusern" bekommt, im ersten Beitrag gebracht. Ist wohl nicht so gut angekommen. Habe ich den Edelusern etwa den Wind aus den Segeln genommen? ;-)

LG Darius
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piccohunter
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#10
01.06.2009, 15:52

Leute, nehmt es mir nicht übel, aber das gehört jetzt nicht wirklich zum Thema, oder? Wink
Gruß, Torsten

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Munzel
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#11
01.06.2009, 18:20

Hallo,
(01.05.2009, 21:51)Dirk S. aus B. schrieb: Wie man hört, "lebt" eine Röhre ja nicht ewig! Bei einer "Arbeitszeit" von 2000h/Jahr hochgerechnet, also rund 5,5h/Tag, wie lange könnten die "Lampen" durchhalten, ca?
das kommt darauf an,
- wie weit die Grenzdaten der Röhre ausgereizt werden
- was der Hersteller angibt
- wie das Lebensdauerende definiert wird

(01.05.2009, 21:51)Dirk S. aus B. schrieb: Wie lange hielten Eure Röhren durch?
Das kommt darauf an, welche Röhren Du meinst. Ich habe Geräte aus den 60er Jahren, in denen die ersten Röhren drin sind. Genauso habe ich einen Verstärker im täglichen Einsatz, auf dem ich die schwächer gewordenen Endröhren anderer Geräte aufbrauche und der ewig keine Zuwendung braucht.

(01.05.2009, 21:51)Dirk S. aus B. schrieb: Und wenn der unangenehme Fall einmal eintritt und eine Röhre geht kaputt, tausche ich nur diese eine defekte Röhre, oder "vorsorglich" dann alle? Was machen die Fachleute in so einem Fall?
Endröhren, wenn sie sich nicht mehr auf ihren Soll-Ruhestrom einstellen lassen oder durch andere Eigenarten (Rauschen, Prasseln) auffallen, tauschst Du am besten im Paar. Vorstufenröhren kannst Du einzeln tauschen. Kann natürlich auch sein, der Hersteller des Gerätes gibt Anderes vor.

(01.05.2009, 21:51)Dirk S. aus B. schrieb: Sind ja auch nicht billig die Teile, und regelmässig 8 Röhren wechseln erfordert in meinem Fall eine gewisse "Vorlaufzeit" zum Sparen! Big Grin
Teurer als beim Aldi einen neuen 29€-USBMP3DRMDABundsonstwasKünstler zu kaufen ist ein Röhrengerät natürlich. Davon abgesehen sind aber die meisten Röhren heute preiswerter als je zuvor.
Wenn Du mal ein paar Röhren getauscht hast, kannst Du Dir ja aus den herausgezogenen Röhren Ersatzbestückungen zurechtlegen.

MfG

Munzel
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Dirk S. aus B.
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#12
02.06.2009, 17:23

Moin ihr Lieben Smile
Danke für die Mühen die Ihr auf Euch genommen habt und Danke für die Antworten und Hinweise!
Die Antworten auf meine Fragen haben schon sehr geholfen!
Werde mich die Tage nochmal näher mit meinem Amp und seinem Hersteller/Vertrieb auseinandersetzen, bezüglich einiger Details über die Vorgehensweisen, wenn Endröhren defekt sein sollten. Mal sehen, was der Hersteller empfiehlt. Ich werde berichten!
mfG Dirk

mfG Dirk
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hf500
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#13
03.06.2009, 19:39

Moin,
es waere interessant zu wissen, wie weit die Roehren in diesem Verstaerker ausgenutzt werden.
Vielleicht kennt ja wer die typischen Betriebsdaten.

Ich habe vor einiger Zeit einen Scott-Receiver ueberholt, der bei Baujahr 1963 anscheinend immer noch seine ersten Endroehren hatte (Eine Verwandte der 6L6).
Diese Roehren haben 19W Anodenverlustleistung, betrieben wurden sie mit etwa 14W Belastung.
Alle Endroehren waren in ihren Daten immer noch gut.

Typischerweise geht man bei "Rundfunkroehren", und dazu zaehle ich auch die KT88, von 1000-2000 Betriebsstunden unter Nennlast aus.
Es ist deshalb richtig, in groesseren Abstaenden (ein Jahr sollte genuegen) die Arbeitspunkte zu ueberpruefen und ggf. nachzustellen. Stellt man dabei fest, dass der Ruhestrom bei der Kontrolle stark zurueckgegengen ist, kann man davon ausgehen, dass die Roehren das Ende ihrer Zeit erreicht haben.
(Solange der Verstaerker hier keine anderen Zipperlein entwickelt hat ;-)

Neue Roehren werden bei der Inbetriebnahme eingestellt, diese Einstellung wird nach 20 und 50 Betriebsstunden ueberprueft und ggf. korrigiert. Danach sollten sie fuer lange Zeit stabil bleiben.

73
Peter
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oldeurope
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#14
04.06.2009, 08:52

(03.06.2009, 19:39)hf500 schrieb: ...
Es ist deshalb richtig, in groesseren Abstaenden (ein Jahr sollte genuegen) die Arbeitspunkte zu ueberpruefen und ggf. nachzustellen. Stellt man dabei fest, dass der Ruhestrom bei der Kontrolle stark zurueckgegengen ist, kann man davon ausgehen, dass die Roehren das Ende ihrer Zeit erreicht haben.
(Solange der Verstaerker hier keine anderen Zipperlein entwickelt hat ;-)

Neue Roehren werden bei der Inbetriebnahme eingestellt, diese Einstellung wird nach 20 und 50 Betriebsstunden ueberprueft und ggf. korrigiert. Danach sollten sie fuer lange Zeit stabil bleiben.

73
Peter

Willkommen Peter und danke für Deine Antwort. :-)
Eine sehr gute Kontrollmöglichkeit für den Benutzer ist es die Stromaufnahme des Verstärkers zu kontrollieren. Lest dazu bitte #6
So werden auch andere Fehler u.U. im Vorhinein erkannt.

73 Darius
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Munzel
Neuling

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Registriert seit: Mar 2009
#15
04.06.2009, 10:44

Damit werden aber u.U. keine aus dem Ruder laufenden Arbeitspunkte erkannt, weil sich durchaus einige Röhren normal verbrauchen, andere hingegen durch thermische Gitteremission mehr Strom ziehen können.
Bei einer Leistungsaufnahme von sagen wir 250VA geben die Hersteller zumeist +/- 10% als normal an, was für die Anodenströme enorme Streubereiche beinhaltet.

MfG

Munzel
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hf500
Neuling

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Registriert seit: Mar 2009
#16
04.06.2009, 19:13

Moin,
stimmt, die Gesamtleistungsaufnahme ist nicht zielfuehrend.
Ausserdem braucht man dafuer ein zuverlaessiges Messgeraet, dass den Wirkanteil der Leistungsaufnahme hinreichend korrekt erfasst. Nicht alle koennen das.
Diese Methode genuegt aber, um festzustellen, ob der Verstaerker grundlegend korrekt arbeitet.
Aus dem Grund habe ich am Arbeitsplatz ein Zaeres-Wattmeter, das da ziemlich hilfreich ist.

Eine Ursache fuer (groessere) Abweichungen vom Sollwert der Leistungsaufnahme im laufenden Betrieb sind Netzspannungsaenderungen, die direkt die Leistungsaufnahme durch Heiz-, Gittervor- und Anodenspannungsaenderungen beeinflussen.

Da ist es besser, den Katodenstrom der Endroehren zu messen. Wo Messwiderstaende fehlen, kann man 1 oder 10 Ohm nachruesten und den Strom anhand des Spannungsabfalles ueber dem Widerstand ermitteln.

73
Peter
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oldeurope
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#17
04.06.2009, 19:36

(04.06.2009, 19:13)hf500 schrieb: Moin,
stimmt, die Gesamtleistungsaufnahme ist nicht zielfuehrend.
Ausserdem braucht man dafuer ein zuverlaessiges Messgeraet, dass den Wirkanteil der Leistungsaufnahme hinreichend korrekt erfasst. Nicht alle koennen das.
Diese Methode genuegt aber, um festzustellen, ob der Verstaerker grundlegend korrekt arbeitet.
Aus dem Grund habe ich am Arbeitsplatz ein Zaeres-Wattmeter, das da ziemlich hilfreich ist.

Eine Ursache fuer (groessere) Abweichungen vom Sollwert der Leistungsaufnahme im laufenden Betrieb sind Netzspannungsaenderungen, die direkt die Leistungsaufnahme durch Heiz-, Gittervor- und Anodenspannungsaenderungen beeinflussen.

Da ist es besser, den Katodenstrom der Endroehren zu messen. Wo Messwiderstaende fehlen, kann man 1 oder 10 Ohm nachruesten und den Strom anhand des Spannungsabfalles ueber dem Widerstand ermitteln.

73
Peter

Hallo Peter,
Der Laie will ja nicht "messen", sondern feststellen, ob der Verstaerker grundlegend korrekt arbeitet. Alles andere ist Sache eines Technikers.

Ob die Anzeige des Messgerätes stimmt ist egal denn:

(29.05.2009, 15:50)oldeurope schrieb: ...
Wichtig, immer das gleiche "Messgerät" verwenden am besten nachdem ein Techniker den amp als ok deklariert hat.
...

Da würde selbst ein grüner Bereich ausreichen.

LG Darius
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