Neutraler Kopfhörer bis 250€
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-Realm-
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#1
30.09.2011, 13:19

Hallo,

ich bin derzeit im Besitz eines Beyerdynamic DT 990 Pro. Mir gefällt immer noch seine druckvolle Spielweise, jedoch möchte ich in neue Regionen des Musikerlebnisses vorstoßen.

Den Beyerdynamic DT 990 Pro werde ich als mobilen Kopfhörer nutzen, für den Musikgenuss daheim wünsche ich mir einen neuen, neutralen Kopfhörer.

Welche Kopfhörer kommen in diesem Preisbereich in Frage? Der DT 990 Pro hat damals 150€ gekostet. Dieses Mal bin ich bereit, bis zu 250€ auszugeben, wenn ich auch einen entsprechenden Gegenwert für das Geld erhalte.

Bisher habe ich mir nur den AKG K701 angesehen. Könnt ihr mir weitere Kopfhörer nennen, welche im Preisbereich bis 250€ liegen und sehr empfehlenswert sind?

Musiktechnisch höre ich derzeit viel elektronische Musik, insbesondere Dubstep und Drum & Bass.


Mit freundlichen Grüßen
-Realm-
Ich präzisiere nochmal meine Anforderungen:

- preislich maximal 250€
- neutrale Klangwiedergabe
- keine Betonung bei Höhen, Mitten und Tiefen
- detailliertes, hochauflösendes und präzises Klangbild
- breites, sauberes Bühnenbild
- feine Ortung der Instrumente

Diese Punkte sind mir wichtig.

Der DT 990 Pro macht sehr viel Spaß beim Musikhören, er spielt sehr druckvoll und warm. Ich erhoffe mir von meinem neuen Kopfhörer, dass Höhen, Mitten und Tiefen ausgeglichener sind und die Klangfarbe insgesamt neutraler wirkt. Bei dem DT 990 Pro wirkt der Tieftonbereich meiner Meinung nach sehr stark. Das ist es wohl, was viele als "zu basslastig" empfinden. Mich persönlich stört das nicht, jedoch befürchte ich, dass durch die Power des Basses viele Details (in den Mitten, den Tiefen und besonders in den Höhen) verloren gehen.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 30.09.2011, 13:46 von -Realm-.)
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Stones
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#2
30.09.2011, 14:09

Wenn Du neutralen Klang mit sehr guter Auflösung wünscht, würde ich dir einmal empfehlen, den Sennheiser HD 598 oder HD 600 zu hören, die sind meines Erachtens wirklich sehr neutral und hochauflösend. Prost
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(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 30.09.2011, 14:10 von Stones.)
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-Realm-
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#3
30.09.2011, 23:22

Derzeit höre ich sehr viel Liquid Dubstep.

Mir persönlich ist es wichtig, dass die Klangwiedergabe wirklich neutral ist. Bei dem AKG K701 hört man zwar sehr viel Gutes, die Schattenseite stellen dann aber solche Meinungen dar, wie:

"Der AKG K701 bringt kaum Bass rüber."

"Der AKG K701 klingt, als wäre er im Bassbereich beschnitten."

usw.

Solche Aussagen bereiten mir einige Sorgen. Ich erwarte einen Kopfhörer, der einfach die Aufnahme exakt so wiedergibt, wie sie nunmal aufgenommen wurde. Und diesem Prinzip folgt der AKG K701 im Preisbereich bis 250€ von allen Kopfhörern am besten, oder etwa nicht?

Meine Logik sagt mir doch folgendes: Dubstep ist ein sehr basslastiges Subgenre der elektronischen Musik. Die DJs fügen den Stücken dementsprechend tiefe Basslines hinzu. Also benötigt es meiner Meinung nach keine weitere Verstärkung dieses Tieftonbereichs durch einen Kopfhörer, welcher in den Tiefen und Höhen nach vorne pusht, dafür aber in den Mitten hinten bleibt.

--

Ich zweifle nicht daran, dass der AKG K701 mit leichten Basslines wie in [URL="http://www.youtube.com/watch?v=y3SBnvr0EUg"]diesem Liquid Dubstep Song[/URL] zurechtkommt. Und darüber hinaus erhoffe ich mir, dass die Höhen und Mitten, in diesem Fall die wunderschöne Melodie und die weibliche Stimme, aufgelöster und detaillierter klingen, als bei meinem DT 990 Pro.

Ihr könnt mir ja mal einen Gefallen tun, und euch [URL="http://www.youtube.com/watch?v=CJzfTZlEl40"]dieses[/URL] Dubstep-Stück anhören. Dort werden nacheinander die einzelnen Dubstep-typischen Bestandteile aufeinander aufgebaut.

Der Sprecher sagt: "First, we begin with a simple kick and snare pattern, like so [...]"

Die folgende Snare klingt bei meinem DT 990 Pro recht "zischig", wie von manchen beschrieben. Der Kick ist in Ordnung.

Die Hi-Hats klingen ebenfalls ein wenig zischig, jedoch nicht so sehr wie die Snare.

Die Basslines klingen sehr druckvoll und tief. Ob der AKG K701 die auch so runterspielt, ist die eine Frage. Sicherlich würde ich im direkten Vergleich nicht einen so ausgeprägten Bass beim AKG wahrnehmen, da dieser die Aufnahme eben genau so wiedergibt, wie sie produziert wurde. Dementsprechend ist das, was der DT 990 Pro an Bass liefert, eben ein wenig zuviel des Guten.

Eure Meinungen zu meinem o.g. Gedankengang würden mich brennend interessieren!
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-Realm-
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#4
11.10.2011, 10:01

Genügt der Yamaha RX-V550 für den Betrieb des AKG K701 aus?

Hier zwei Datenblätter

http://www.yamaha-hifi.de/products.php?l...dprod=1104

http://www.hifi-regler.de/shop/yamaha/ya...chwarz.php
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Stones
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#5
11.10.2011, 11:35

(30.09.2011, 14:09)Stones schrieb: Wenn Du neutralen Klang mit sehr guter Auflösung wünscht, würde ich dir einmal empfehlen, den Sennheiser HD 598 oder HD 600 zu hören, die sind meines Erachtens wirklich sehr neutral und hochauflösend. Prost

Leider bist Du gar nicht auf meinen Vorschlag eingegangen.

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#6
11.10.2011, 11:54

(11.10.2011, 11:35)Stones schrieb: Leider bist Du gar nicht auf meinen Vorschlag eingegangen.
Ich habe mir die Kopfhörer AKG K701, Sennheiser HD 650 und Beyerdynamic DT 880 zu Hause an meinem Yamaha RX-V550 angehört, welche im Hifi-Forum als "die großen Drei" angepriesen werden.

Im Grunde genommen haben mir alle drei Kopfhörer sehr gut gefallen. Ich würde mit jedem einzelnen der drei Kopfhörer glücklich werden. Der AKG K701 sagt mir aufgrund des Preises von rund 200€ von allen drei Kopfhörern am ehesten zu.

Häufig wird jedoch gesagt, dass Kopfhörer dieser Klasse potente Kopfhörerverstärker voraussetzen. Diese sind i.d.R. jedoch recht kostspielig, weshalb ich mich erkundigen wollte, ob der Yamaha RX-V550 ausreicht, um einen AKG K701 zu versorgen. Ich kenne mich mit den Zusammenhängen leider gar nicht aus, weshalb ich oben zwei Datenblätter für diejenigen verlinkt habe, welche Ahnung davon haben.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 11.10.2011, 11:57 von -Realm-.)
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Stones
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#7
11.10.2011, 12:16

Dann schau mal hier:

http://www.hifi-forum.de/viewthread-110-1044.html
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#8
11.10.2011, 19:11

(11.10.2011, 10:01)-Realm- schrieb: Genügt der Yamaha RX-V550 für den Betrieb des AKG K701 aus?

Nein..............Rolleyes

Sage doch Bitte mal, was bei Dir als Quelle dient ?

Dann würde sich eine Entscheidung in Richtung KHV vieleicht lohnen !

Ohne einen neuen KH zu kaufen. Wink


 

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Gruß, Daniel 

Niemand scheint sich der tatsache bewußt zu sein, daß alles vorher Gesagte nichtig ist, da wir nun einmal dem kalten Determinismus der physischen Dinge unterworfene Tiere sind.

zitat von MURIEL BARBERY
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#9
11.10.2011, 22:09

Ich höre damit handelsübliche Musik-CDs und -DVDs.
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12.10.2011, 11:29

Für ein besseres Verständnis:

Ist ein Kopfhörerverstärker überhaupt für einen Kopfhörer dieser Preisklasse (wie z.B. der AKG K701) notwendig, um sein Potential auszuschöpfen?

Was würde sich mit einem Kopfhörerverstärker überhaupt positiv verändern? Wenn es nur um die Lautstärke geht, dann kann ich sagen, dass mein Yamaha RX-V550 Receiver ausreichend laute Pegel bietet.
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PMPO
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#11
15.10.2011, 21:02

Mit einem KHV wird es in allen Bereichen Straffer und Kontrollierter.

Das nützt aber alles nichts, wenn ein 39,-€ DVD Player als Zuspieler dient. Achtung
 

............................................................
Gruß, Daniel 

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zitat von MURIEL BARBERY
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#12
22.10.2011, 20:21

Vorwort

Ich habe nun eine Woche lang Musik mit dem AKG K 701 genossen. Eines ist mir dabei deutlich aufgefallen: Der Beyerdynamic DT 990 Pro ist ein Kopfhörer, der den Bass hörbar verstärkt. Der AKG K 701 im Vergleich gibt die Quellen genau so wieder, wie sie aufgenommen wurden. Keine Erhöhung in den Höhen, Mitten oder Tiefen.

Soweit, so gut. Dennoch bin ich enttäuscht von dem AKG K 701.

Von der propagierten tollen Auflösung, dem detaillierten Klangbild und der Ortung verschiedener Instrumente habe ich nicht sehr viel mitbekommen.

Ich habe reihenweise CDs von Pop bis Rock, über Jazz und Soul, Chillout und Klassik sowie elektronische Musik gehört. Im Vergleich der beiden Kopfhörer konnte ich immer wieder nur feststellen, dass der AKG K 701 die Stücke sehr originalgetreu wiedergeben konnte. Von einer feineren Auflösung, einer breiteren Bühne oder einer besseren Ortung der Instrumente in orchestralen Stücken konnte ich jedoch nicht viel feststellen.

Überlegung
Die genutzten Quellen sind allesamt Musik CDs. Die Kopfhörer sind die beiden oben genannten. Das dritte Glied der Kette ist ein AV-Receiver, genauer gesagt der YAMAHA RX-V550. Ist es möglich, dass die Bauteile des Verstärkers (D/A-Wandler o.Ä.) nicht ausreichen, um das volle Potential der beiden Kopfhörer auszuschöpfen und somit größere Unterschiede der Kopfhörer darzustellen?

Ratschläge
Auf diese Überlegung hin habe ich mich beispielsweise beim Musikhaus Thomann erkundigt. Dort wurde mir geraten, mich entweder im Bereich der Kopfhörerverstärker und externen D/A-Wandler zu informieren, da meine Überlegung gar nicht so abwegig sein könnte.

Auf der anderen Seite lese ich hier und dort immer wieder, dass Verstärker nicht klingen. Egal ob Stereoverstärker oder Kopfhörerverstärker: Verstärker "klingen" nicht. So wurde es mir schon häufig gesagt. Wenn das bedeutet, dass ein Verstärker nicht das Klangbild verbessern kann (in Sachen Auflösung, Details und Präzision), dann erachte ich einen Verstärker nicht als sinnvoll. Denn "mehr Pegel" benötige ich nicht.

Was sagt ihr dazu? Und könnt ihr mir im Preisbereich bis 250€ eine Möglichkeit empfehlen, um noch mehr Potential aus den o.g. Kopfhörern zu holen?
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Accu_Lover
pathologischer Fall
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#13
22.10.2011, 23:00

Der DT 990 Pro hat in der Tat einen ausgeprägten Badewannenfrequenzgang !
Das kannn schnell, zumindest bei höheren Lautstärken, zu einer gewissen Lästigkeit im Klangbild führen. Besonders hohe Lautstärken mag er andererseits auch gar nicht. Wink
Auch ist der Wirkungsgrad ziemlich schlech.

Auf der anderen Seite ist der DT 990 Pro alles andere als ein mieser Hörer. Ganz im Gegenteil !
Als "Monitor" aber taugt er eigentlich nicht. Daß er von Beyer derartig beworben wird, ist mir ziemlich unverständlich. Huh
Gerade bei tendenziell "schlapp" klingender Musik kann der DT 990 Pro aber seine Stärken voll entfallten.

Soviel zum DT 990 Pro.


Die HighEnd-Hörer wie AKG K-701/702 oder Sennheiser HD 650 / HD 800 sind tatsächlich meist linearer abgestimmt, vermitteln aber imho oftmals weniger Spaß, als Hörer, die an den richtigen Stellen gezielte Nichtlinearitäten aufweisen.

Ganz allgemein muß man sagen, daß Kopfhörer DIE Komponente schlechthin darstellen, bei der individuelle Wahrnehmungsunterschiede am allergrößten sind !

Daher ist Selberhören hier immer unabdingbar !

Für mich ist der klangliche und sonstige Mehrwert (z.B. Haptik) bei teuren Hörern von über 300 € meist nicht wirklich gegeben. Wink


Zum Thema KHV :

Ob einer etwas bringt ist immer vom KH abhängig. Es gibt welche, die wohl tatsächlich aufwendigere KHV benötigen. Beispielsweise die Magnetostaten von HiFiMAN, die aber eher Ausnahmen darstellen.

Rein klanglich habe ich an meinen 19"-KHV keinen nennenswerten Unterschied zu meinen Verstärkern festgestellt.

Letzte Gewissheit hat man aber nur dann, wenn man die Kopfhörer, die einem schon an einfachen Geräten sehr gut gefallen, an verschiedenen (KH-)Verstärkern selbst durchtestet !
Die individuell empfundenen Unterschiede sind bei KH einfach verdammt groß.
Bestes Beispiel dafür sind die Ultrasone-Modelle !

______________________________________
Volldigitales, remasterndes Ex-Mahagoni-Holz- und nunmehriges Goldohr !   [Bild: a025.gif]

Vollblut-Germane & Hobby-Brite ! Tongue
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