Siemens Klangfilm Eladyn Röhrenverstärker
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LX2ST
Neuling

Beiträge: 2
Registriert seit: May 2010
#1
02.05.2010, 23:59

Moin Moin Smile

Ich wollte mal fragen ob jemand erfahrungen mit Siemens Eladyn (Klangfilm) Röhrenverstärker hat.

Ich selbst besitze 2 paar davon
1Paar 6s ela 2796 (2x250Watt aus je 6 stück EL34)
1Paar 6s ela 2805 (2x100Watt aus je 4 stück EL34)
Nur bekomme ich die dinger nicht so richtig zum laufen Sad
es kommt was raus aber nicht verstärkt.

Die dinger haben mich ne ganze stange Geld gekostet, um sie nur zu besitzen und nicht zu nutzen sind sie zu schade, Smile

Die teile wollte ich als Endstufen für mein Homecinema
nutzen, damit es so richtig rumms macht im Film Smile
Hat jemand vielleicht Schaltpläne oder Servicemanuals dovon ?

würde mich freuen

Danke
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richi44
Unregistered

 
#2
03.05.2010, 09:23

Zuerst mal herlich willkommen im Forum!

Und: mit googeln gefunden:
http://www.rainers-elektronikpage.de/SIE...A_2796.pdf
Wie Du diesem Schaltbild entnehmen kannst handelt es sich um einen 100V- Verstärker, der folglich NICHT zum Direktanschluss von Lautsprechern geeignet ist. Dies ist nur mit entsprechenden Zwischenübertragern möglich, was natürlich die Tonqualität weiter schmälert.
Da die Kopplung zwischen der ersten und zweiten, wie auch zwischen der zweiten und dritten Stufe jeweils mit einer Grenzfrequenz von 34Hz erfolgt (4,7nF zu 1M) kann total von einer unteren Grenzfrequenz von rund 53Hz ausgegangen werden. Dies ist für irgendwelche Tiefbass-Effekte völlig ungenügend. Und es ist davon auszugehen, dass der Ausgangstrafo nicht für tiefere Frequenzen ausgelegt ist, sodass sich ein Umbau nicht lohnen würde.
Dieser Verstärker ist für die Wiedergabe mässiger Tonqualität (Lichtton!) bei hohen Lautstärken gebaut, nicht aber für den Heimeinsatz und er sollte daher auch so verwendet werden.
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EL156
Beobachter

Beiträge: 9
Registriert seit: Apr 2009
#3
03.05.2010, 23:37

(02.05.2010, 23:59)LX2ST schrieb: Moin Moin Smile

Ich wollte mal fragen ob jemand erfahrungen mit Siemens Eladyn (Klangfilm) Röhrenverstärker hat.

Ich selbst besitze 2 paar davon
1Paar 6s ela 2796 (2x250Watt aus je 6 stück EL34)
1Paar 6s ela 2805 (2x100Watt aus je 4 stück EL34)
Nur bekomme ich die dinger nicht so richtig zum laufen Sad
es kommt was raus aber nicht verstärkt.

Die dinger haben mich ne ganze stange Geld gekostet, um sie nur zu besitzen und nicht zu nutzen sind sie zu schade, Smile

Die teile wollte ich als Endstufen für mein Homecinema
nutzen, damit es so richtig rumms macht im Film Smile
Hat jemand vielleicht Schaltpläne oder Servicemanuals dovon ?

würde mich freuen

Danke

Wolfgang Wegner hat sich vor Jahren intensiv mit dem AÜ des 6 S Ela 2796 beschäftigt und ihn umgestrickt.

Umbau des Ausgangsübertragers

Der Siemens 6 S Ela 2796 wird in Otto Diciols "Niederfrequenzverstärker-Praktikum", Franzis-Verlag, anhand von Grundlagen ausführlich behandelt.

Ich selbst besitze einen Siemens 6 S Ela 2805, dessen mustergültige Verdrahtung (klassische 0-Volt-Führung) und die immer noch intakten Selengleichrichter imponieren. Für die üblich niederohmigen Lautsprecher benötigt auch er einen 100-V-Ausgangsübertrager.

[Bild: ELA100_1.jpg]

MfG Kurt
Weniger trinken, weniger rauchen, öfter mal ein Büchlein kaufen!
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LX2ST
Neuling

Beiträge: 2
Registriert seit: May 2010
#4
04.05.2010, 21:02

Wow in diesem Forum geht es ja schnell mit den Antworten Smile

Dass man die 100Volt übertrager umpolen kann hatte ich schon gehört, hatte jedoch nicht die nötigen infos wie die übertrager umgestrickt werden !
Ich habe noch einen 3. 6 S ELA 2805 auf einem Flohmarkt ergattert, jedoch ohne übertrager Sad
Wenn jemand einen solchen übertrager abzugeben hat.. bitte melden

Danke für die Tips

MfG Patrick
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fieldcoil
Neuling

Beiträge: 3
Registriert seit: May 2010
#5
14.05.2010, 00:46

der 2805 wie auch 2796 sind für reine Sprachübertragungen, i.d.R. Lautsprecherdurchsagen, in Fabriken oder auch für Ortsrufsanlagen vorgesehen. D.h. für einen Frequenzbereich von 200-4000Hz. Der nominelle Grenzbereich liegt bei 6000Hz ! Sehr verbreitet war auch die Kombination mit Heulton und Sirenengeneratoren für Feuer und Katastrophenalarm.
Niemand wäre auf die Idee gekommen diese Verstärker in einem Kino zu verbauen ! Wobei der Lichttonbereich ursprünglich auch kaum mehr als 6KHz abgedeckt hat.
Einzig in Autokinos kamen 2805 gelegentlich zum Einsatz, wobei mit den Lautsprechersäulen bzw Einhängeboxen eh keine große Tonqualität möglich war.
Sich von solchen Geräten so etwas wie Musikgenuss zu versprechen ist also völlig illusorisch.
Einbildung versetzt freilich Berge - und bekanntlich "hört das Auge mit" .....
Oliver
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 14.05.2010, 00:47 von fieldcoil.)
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PMPO
Meridian Freund
*

Beiträge: 1.717
Registriert seit: Mar 2009
#6
14.05.2010, 13:54

Hallo Oliver

1. ein Herzlich willkommen hier im Forum Prost

2. Du sprichs mir aus der Sele Hail die Frage in wie weit eigentlich ELA AMPs überhaubt für den HiFi Einsatz taugen, hat sich bei mir schon vor jahren erledigt !

Ich hatte zwar noch keine berührung mit den oben erwähnten Siemens Verstärkern, aber mit zwei Telefunken V311sp. Die ich über eingeschliffene K u.H 100V/100W Übertrager auf 4 Ohm gebracht habe.

Das Ergebnis war mehr als dürftig, um nicht doch zu sagen, bescheiden !

Dagegen ist eine Grundig NF20 schon fast HIGH END. Wink
 

............................................................
Gruß, Daniel 

Niemand scheint sich der tatsache bewußt zu sein, daß alles vorher Gesagte nichtig ist, da wir nun einmal dem kalten Determinismus der physischen Dinge unterworfene Tiere sind.

zitat von MURIEL BARBERY
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fieldcoil
Neuling

Beiträge: 3
Registriert seit: May 2010
#7
15.05.2010, 10:27

naja, das Problem ist wohl einfach dass sich bei den meisten der Sachverstand umgekehrt proportional zum "Enthusiasmus" verhält.
Anders kann ich es mir nicht erklären wie einige Audiophile allen Ernstes auf die Idee kommen Verstärker wie etwa Klangfilm V551 für Audiozwecke zu benutzen. Dabei müsste schon die Anschlussbezeichnung stutzig machen... nicht etwa 100V, nein 220V steht da. V551 ist nichts weiter als ein 220V / 50Hz Frequenzumrichter für Tonbandmaschinen / Pilottonanlagen .... Klangfilm war eben nun mal auch ein sehr bedeutender Hersteller von Studiostromversorgungsanlagen !
Aber wer weiss, vielleicht kommt bald auch jmd. auf die Idee Kloschüsseln als Hornlautsprecher zu verwenden ...
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EL156
Beobachter

Beiträge: 9
Registriert seit: Apr 2009
#8
29.05.2010, 01:32

(14.05.2010, 00:46)fieldcoil schrieb: der 2805 wie auch 2796 sind für reine Sprachübertragungen, i.d.R. Lautsprecherdurchsagen, in Fabriken oder auch für Ortsrufsanlagen vorgesehen. D.h. für einen Frequenzbereich von 200-4000Hz. Der nominelle Grenzbereich liegt bei 6000Hz ! Sehr verbreitet war auch die Kombination mit Heulton und Sirenengeneratoren für Feuer und Katastrophenalarm.
Niemand wäre auf die Idee gekommen diese Verstärker in einem Kino zu verbauen ! Wobei der Lichttonbereich ursprünglich auch kaum mehr als 6KHz abgedeckt hat.
Einzig in Autokinos kamen 2805 gelegentlich zum Einsatz, wobei mit den Lautsprechersäulen bzw Einhängeboxen eh keine große Tonqualität möglich war.
Sich von solchen Geräten so etwas wie Musikgenuss zu versprechen ist also völlig illusorisch.
Einbildung versetzt freilich Berge - und bekanntlich "hört das Auge mit" .....
Oliver

Hallo Oliver,

deinen Aussagen nach zu urteilen, hast du es sicherlich bislang versäumt, mal den 6 S Ela 2805 selbst durchzumessen. Jedenfalls decken sich meine Ergebnisse in etwa mit den Daten des Herstellers Siemens & Halske, der für den 2805 laut Datenblatt einen Frequenzbereich von 40 ... 15.000 Hz +- 1 dB angibt. Mein damaliger Schrieb mit dem Neutrik-Tintenplotter verließ sogar erst bei 16.000 Hz den 1-dB-Bereich auf der Abszissenachse, was durchaus die Mindestanforderungen DIN 45 500, Blatt 6, für HiFi-Verstärker erfüllt.

Unzählige Hörsitzungen mit erfahrenen, absolut nicht eingebildeten Berufskollegen der Audiobranche waren jedes Mal verblüfft wegen der Qualität dieses Verstärkers. Sie hörten durchaus mit den Ohren, nicht mit den Augen.

Was deine Aussage

"naja, das Problem ist wohl einfach dass sich bei den meisten der Sachverstand umgekehrt proportional zum "Enthusiasmus" verhält."

anbetrifft, empfehle ich dir deshalb dringend, gelegentlich einen Hörgeräteakustiker oder besser noch den HNO-Arzt deines Vertrauens aufzusuchen. Im Anschluss daran, also nach Säuberung deiner Gehörgänge, solltest du dir den 2805 mit Sachverstand, aber ohne Enthusiasmus anhören.

Nichts für ungut,
Kurt
Weniger trinken, weniger rauchen, öfter mal ein Büchlein kaufen!
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fieldcoil
Neuling

Beiträge: 3
Registriert seit: May 2010
#9
29.05.2010, 10:44

Ach sooooooo, wie dumm von mir. Die Klangqualitäten der Ela Verstärker sind natürlich messtechnisch erwiesen. Gut klingt was gut klingen muss, Einbildung ist dabei kein Thema, ganz klar. Dann bist Du wahrscheinlich der selbe der nachgewiesen hat dass man Mikrowellenherde ganz leicht so umbauen kann dass damit die Nachrichten Außerirdischer empfangen werden können ? Und durch eine leichte Modifikation der Motorelektronik konntest Du Deinen Aufsitzrasenmäher so tunen dass Du inzwischen damit erfolgreich an Ralleymeisterschaften teil nimmst ?
Naja, es ist natürlich immer schwer einen Schlusspunkt zu setzen wenn man viel Geld und Zeit auf eine Sackgasse verwendet hat. Da wehrt man sich schon lieber mit Händen und Füßen gegen jede Aufklärung. Ein sattsam bekanntes Problem, nicht nur in der Audiophilen Szene.
Völlig sinnlos hier missionarisch tätig werden zu wollen. Es sind schon Menschen für nichtigere Dinge gesteinigt worden.
Wer also meint ein 2805 wäre eine sinnvolle Ergänzung seiner Audioanlage der soll sich so ein Teil ruhig hinstellen. Spätestens wenn er dazu einen „Wohlklang“ Bachblütentee schlürft wird sich das rechte Musikerlebnis bestimmt einstellen.

Oliver



(29.05.2010, 01:32)EL156 schrieb: Hallo Oliver,

deinen Aussagen nach zu urteilen, hast du es sicherlich bislang versäumt, mal den 6 S Ela 2805 selbst durchzumessen. Jedenfalls decken sich meine Ergebnisse in etwa mit den Daten des Herstellers Siemens & Halske, der für den 2805 laut Datenblatt einen Frequenzbereich von 40 ... 15.000 Hz +- 1 dB angibt. Mein damaliger Schrieb mit dem Neutrik-Tintenplotter verließ sogar erst bei 16.000 Hz den 1-dB-Bereich auf der Abszissenachse, was durchaus die Mindestanforderungen DIN 45 500, Blatt 6, für HiFi-Verstärker erfüllt.

Unzählige Hörsitzungen mit erfahrenen, absolut nicht eingebildeten Berufskollegen der Audiobranche waren jedes Mal verblüfft wegen der Qualität dieses Verstärkers. Sie hörten durchaus mit den Ohren, nicht mit den Augen.
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