Hallo zusammen

Ich konnte es nicht abwarten, ich habe das erste Gehäuse alleine! in den dritten Stock gewuchtet. Egal, ich will hören. Nummer eins spielt und, wie versprochen, hier ist die Fortsetzung meines Berichts:
Heute habe ich die Restarbeiten an den Röhgehäusen abgeschlossen.
Als erstes stand heute Schleifen, Schleifen und nochmal Schleifen auf dem Plan.
Dann habe ich die Befestigungslöcher angezeichnet.
Zur Befestigung des Chassis verwende ich M5x20 Schrauben mit Einschraubmuttern.
Erstmal mit 3,5mm vorbohren.
Dann auf 8mm aufbohren.
Jetzt noch die Einschraubmuttern einschrauben und fertig. Beim Bohren und Einschrauben der Muttern darauf achten, dass alles schön winkelig zur Schallwand ist, sonst passen die Schrauben hinterher nicht durch die Befestigungslöcher des Chassis.
Wenn man alles richtig gemacht hat, sollten alle Schrauben passen und das Chassis kann festgeschraubt werden.
Zuhause angekommen habe ich dann das Gehäuse zunächst nach Standard Variante 5 gedämmt. Da der Tangband keine Klemmanschlüsse für das Kabel hat, habe ich auf die Enden eine 2,8mm Flachsteckhülse für den Minuspol und eine 4,8mm Flachsteckhülse für den Pluspol aufgelötet.
Dann habe ich das Chassis montiert (auf der Korbrückseite das Dichtband nicht vergessen!!!) und fertig ist das erste Tangband Horn

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Erster Hörbericht:
Damit ich vergleichen kann, höre ich zur Zeit mono. Am rechten Kanal mein Sica-426-Viech, am linken Kanal das Tangband-Horn.
1. Durchgang - Frauenstimmen und Auflösungsvermögen:
Ich habe als erstes (auch wenn's schwer fiel

) mein Sica-Viech gehört. Gewohnt gut, alles wie immer. Erstes Lied gehört, dann auf den Tangband umgesteckt (habe keinen Balanceregler). Das war wie ein Schlag in's Gesicht. Detailreichtum und Auflösung ohne Ende. Luftig und befreit, als stünde da kein Lautsprecher im Raum. Es gab nur Musik. Der Sica war da im Vergleich wie Musikhören durch eine Wolldecke. Die Hälfte der Musik war weg. Erstaunlicherweise sind beide gleichlaut, obwohl der Sica 4 Ohm hat und der Tangband 8 Ohm.
Jetzt will ich es wissen. Vergleichen wir mal einen Tangband Breitbänder mit dem JBL 4425. Die 4425 wirkt etwas zurückhaltender, der Tangband sagt 'Hier spielt die Musik'. Ist zwar mein Ding, aber er macht etwas zuviel des Guten. Nicht falsch verstehen: er ist keinesfalls nervig oder schrill, nur ein kleines Bisschen lauter in den oberen Mitten als die JBL. Glaubt es, oder nicht: in den oberen Höhen löst der Tangband besser auf, als die JBL. Das hätte ich nicht für möglich gehalten. Wenn man aber über tiefen Bass redet, hat die JBL klar die Nase vorn. Aber dass das Horn kein Tiefbasswunder ist, sollte klar sein.
2. Durchgang - Bassqualitäten:
Hier muss ich sagen, dass das Sica-Viech tiefer kann als der Tangband. Was jedoch Präzision, Dynamik und Schnelligkeit angeht, hat der Sica klar das Nachsehen. Hierbei darf man auch nicht vergessen, dass ich an meinen Sica-Viechern wochenlang mit der Bedämpfung experimentiert habe, um das Horn optimal an das Chassis anzupassen. Der Tangband läuft im Moment mit einer Standard-Variante-5-Bedämpfung vom Beyma und ist ausserdem noch nicht eingespielt. Ich denke, das geht noch was

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3. Durchgang - Pegel:
Dafür habe ich einfach mal Safri Duo in den Player geschmissen. Diese Runde ging so klar an den Tangband, wie schon die erste. Die E-Drums kamen ultraschnell, knackig und druckvoll. Die Kombination aus starkem Antrieb und geringer Masse trägt hier, wie schon im Hochtonbereich, Früchte. Dagegen ist der Sica irgendwie... wie soll ich das ausdrücken... labberig? Was den Maximalpegel angeht, werde ich morgen mal die Hütte beben lassen. Dafür ist es jetzt (22:43Uhr) zu spät.
Erstes Fazit:
Was soll ich sagen? Wie erwartet hat der Sica nicht den Hauch einer Chance gegen den Tangband. Er löst weniger auf, bringt deutlich weniger Details ans Ohr. Er ist nicht so knackig und präzise im Bass. Er wirkt einfach müde. Somit bin ich mit dem Tangband da, wo ich hin wollte und er erfüllt, was ich von ihm erwartet habe. Dennoch: der kleine Sica ist für das, was er kostet, ein ganz hervorragender Breitbänder mit Langzeitqualitäten. Er wird nie langweilig und ist, nach wie vor, DIE Einstiegsdroge in Breitbandhörner. Und so am Rande: Der Sica 426 kostet 43€, der Tangband 240€. Wäre doch traurig, wenn man das nicht hören könnte, oder?
So, im Player liegt mal wieder Nils Lofgren und mir tun die Finger vom Schreiben weh. Ich werde jetzt erstmal in Ruhe Musik hören und gleich 'mal eben' das zweite Gehäuse in meine Hütte schleppen. Auf die Dauer wird mono langweilig

. Wenns Neuigkeiten gibt, melde ich mich wieder.
Dieser Bericht spiegelt meine Meinung wieder, nicht mehr und nicht weniger

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Gruss
Olli
Nachtrag:
Messergebnis meines Tangband Horns