(02.07.2009, 01:52)spy-op schrieb: [ -> ]Mit diesen Dingern baut man einen Gleichrichter auf, diese Dioden haben den forteil das sie schneller ansprechen als normale. Und dadurch laden sich die Netzteil Elkos in der gleichen Zeit einen tick mehr auf, die 200 Volt sind nur die Maximal zulässige Betriebsspannung und bleiben 200 Volt die 5 Amper hingegen mutiplizieren sich x4 das ersiebt dann also einen Gleichrichter mit 20 Amper und 200 Volt Maximalbelastbarkeit.
Gruss
Dan
Wenn Du hier auf einen Brückengleichrichter anspielst, so ist die Rechnung natürlich falsch. Beim Brückengleichrichter sind immer gleichzeitig zwei Dioden in Betrieb und zwar geht die eine gegen Masse und die andere gegen Plus. Und bei der nächsten Halbwelle sind die anderen zwei belastet.
Somit ergibt sich zwar der doppelte Spannungsabfall an den Dioden, also um 0,7V weniger Ausgangsspannung gegenüber nur einer Diode, aber der Strom ändert sich nicht.
Der Strom könnte etwas höher werden, weil die Belastung zwischendurch wieder auf die anderen zwei Dioden wechselt und sich das erste Paar abkühlen könnte. Nur ist bei einem Netzgleichrichter nicht nur der Dauerstrom zu beachten, sondern der Spitzenstrom. Und dieser ist vom Ri des Trafos abhängig und der Ladekapazität, also dem Elko.
Angenommen, wir hätten einen bestimmten Strom, den das Netzteil liefern muss, so wird der Elko zwischen den einzelnen Ladezeiten etwas entladen. Geladen wird er dann, wenn die Trafospannung höher ist als die momentane Elkospannung. Und am Spitzenpunkt der Trafospannung hört die Ladung auf.
Ist der Elko grösser, so wird er weniger entladen. Und damit dauert die Ladezeit weniger lang. Ist die Ladezeit aber kürzer, so muss in dieser kürzeren Zeit die Leistung in den Elko gepumpt werden, die nacher zwischen den Ladungen wieder entnommen wird. Wenn aber die gleiche Leistung in kürzerer Zeit erbracht werden muss, so steigt der Strom an. Daher ist dieser Spitzenstrom massgebend und der ist um ein vielfaches höher als der angegebene Nennstrom. Es stimmt daher nicht, dass der Nennstrom sich mit 4 Dioden vervierfacht, wenn man diese in Brückenschaltung betreibt.
Einmal mehr: Die ganze Elektrotechnik und Elektronik ist nicht ganz so einfach wie es aussieht. Wenn man in diesem Fall weiss, wie die Spannung am Trafo aussieht (Sinus-Wechselspannung), wie die Diode schaltet und was am Elko passiert, dann kommt man von selbst mit Nachdenken auf diese Lösung.
So, und jetzt entschuldige ich mich, dass ich den Oberlehrer gespielt habe, aber Halbwissen verbreiten hilft nicht wirklich weiter.

allerseits!
(02.07.2009, 17:26)EL95 schrieb: [ -> ]Hallo!
Da will ich doch mal ein seltenes Bauteil dazuspendieren, ist zwar keine Röhre, aber ein entfärbter uralt Germaniumtranimisstor.
![[Bild: 11939277.th.jpg]](http://img369.imageshack.us/img369/9863/11939277.th.jpg)
Hartmut
Mit solchen entfärbten Transistoren hat man Fotozellen "nachgebaut", da die Dinger auf Licht reagieren.